Kältetechnik

Industrielle und gewerbliche Kälte­versor­gung

Wirksame Klima­tisierung von Gewerbe- und Verwaltungs­gebäuden oder Prozesskälte für industrielle Anwendung. Ob klassische Kompressions­kälte oder innovative Absorptions- und Adsorptions­kälte­verfahren – bei der Wahl der richtigen Kälte­versorgung spielen viele technische und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Gerade durch die Kombination mit einer Kraft-Wärme-Kopplungs­anlage (Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung) lassen sich oft erhebliche Einspar­potenziale realisieren.

Von uns erhalten Sie Konzept, Technologie und die dazu benötigte Energie, komfortabel aus einer Hand und individuell an Ihren Bedarf angepasst.

Die Vorteile eines individuellen Kälte­konzep­tes:

  • Einsparung von Energiekosten und Betriebskosten
  • Senkung von Stromlastspitzen
  • Erschließung von Kraft-Wärme-Kopplungspotenzialen
  • Effektive Eigenenergieversorgung

Lassen Sie sich zu innovativer Kältetechnik kostenlos beraten!

Innovative Kälteerzeugung zum Kühlen und Klimatisieren: Wir beraten Sie gerne zu den für Sie geeigneten Technologien und finden gemeinsam mit Ihnen ein Konzept, das zu Ihrem Bedarf passt.

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Fragen und Antworten zur Kältetechnik

Zur Kälteversorgung können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden, die sich hinsichtlich der eingesetzten Energieträger sowie der Anlagen- und Prozesstechnik, aber auch in ihrer Effizienz deutlich unterscheiden.

Die wichtigsten Verfahren zur Kälteversorgung sind:

  • Kompressionskälte
  • Absorptionskälte
  • Adsorptionskälte

Das am häufigsten eingesetzte Verfahren zur Bereitstellung von Klimakälte ist die Kompressionskälteanlage mit mechanischem Verdichter unter Einsatz von elektrischer Energie. Ihre Vorteile liegen in einer hohen Effizienz, einer relativ einfachen technischen Realisierbarkeit und in niedrigen Anschaffungskosten sowie in hohen Leistungsdichten (kleine Baugröße) und guter Anpassbarkeit an unterschiedliche Temperaturbedingungen. Zusätzlich sind diese Anlagen für die Abdeckung Ihrer Spitzenlasten beim Kältebedarf geeignet, da sie leistungsseitig sehr flexibel betrieben werden können.

Die Hauptkomponenten des Kältekreislaufs einer Kompressionskälteanlage sind neben dem Verdichter der Verflüssiger, das Drosselventil und der Verdampfer. Sie sind mit Rohrleitungen verbunden, die mit Kältemittel als Wärmeträger gefüllt sind.

Im Verdampfer erfolgt die Wärmeabgabe des zu kühlenden Mediums an das Kältemittel auf einem niedrigen Temperatur- und Druckniveau. Das durch die zugeführte Wärme nun gasförmige Kältemittel wird von einem in der Regel elektrisch angetriebenen Verdichter auf ein höheres Temperatur- und Druckniveau „gepumpt“. Von diesem kann im Verflüssiger die Wärme an die Umgebung oder das Kühlwasser abgegeben werden. Dabei kehrt das Kältemittel in den flüssigen Aggregatzustand zurück und wird im Expansionsventil wieder auf das niedrige Druckniveau entspannt. Es kann nun im Verdampfer erneut Wärme aufnehmen und der Prozess wiederholt sich.

Kompressionskälteanlagen eignen sich für eine hochflexible Kälteversorgung und decken ein breites Spektrum von Temperatur- und Kälteleistung ab. Ihre Vorteile liegen in einer hohen Effizienz, einer relativ einfachen technischen Realisierbarkeit und in niedrigen Anschaffungskosten sowie in hohen Leistungsdichten (kleine Baugröße). Sie können somit für die Bereitstellung von Spitzenlast bei Ihrem Kältebedarf eingesetzt werden.

Im Vergleich zur Kompressionskältemaschine wird bei der Absorptionskälteanlage Wärme anstelle von Strom zur Bereitstellung der Nutzkälte eingesetzt. Diese kann durch Prozessabwärme oder auch durch die Abwärme einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zur Verfügung gestellt werden. Im letzteren Fall spricht man dann von einer Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage (KWKK-Anlage).

Absorptionskälte wird kontinuierlich im Kühlmittelverdampfer zur Verfügung gestellt. Das zu kühlende Medium gibt Wärme an das Kühlmittel ab, welches dadurch verdampft wird. Im nachgeschalteten Absorber wird das dampfförmige Kühlmittel durch eine hochkonzentrierte Lösung absorbiert. Die durch das Kältemittel angereicherte Lösung wird in den sogenannten Austreiber (oder auch Generator) gepumpt. Dort wird unter erhöhtem Druck durch zugeführte Wärme das Kältemittel aus der Lösung wieder ausgekocht und dadurch verdampft. Dieser Lösungsmittelkreislauf wird thermischer Kompressor genannt, welcher das Äquivalent zum elektrischen Kompressor in der Kompressionskältemaschine darstellt.

Das aus dem Lösungsmittelkreislauf ausgekochte, dampfförmige Kältemittel wird dann durch Wasser gekühlt und dadurch unter immer noch hohem Druck wieder verflüssigt. Das Kältemittel wird dann auf den niedrigeren Druck des Lösungsmittelkreislaufes entspannt und wieder dem Verdampfer zur Bereitstellung von Absorptionskälte zugeführt.

Was ist der Unterschied zwischen Absorptions- und Adsorptionskälte?

Bei einer Adsorptionskälteanlage wird anstelle des flüssigen Lösungsmittels ein Sorptionsmittel in fester Form verwendet. Dadurch kann dieser Kälteprozess nur diskontinuierlich erfolgen. Daher wird diese Technik in der Regel nur für Kältespeicherung genutzt.

Mit welchen Vorteilen überzeugt eine Absorptionskälteanlage?

Absorptionskälteanlagen setzen thermische Energie ein und zeichnen sich damit durch geringere Betriebskosten für Sie aus. Da die Anlage keine mechanisch stark beanspruchten Teile umfasst, fallen die Instandhaltungskosten für Sie ebenfalls gering aus.

Adsorptionskälteanlagen kommen nur in Sonderfällen zur Anwendung, z. B. zur Kältespeicherung. Ihr Einsatz bietet sich überall dort an, wo Wärme günstig zur Verfügung steht, z. B. als Prozessabwärme oder aus KWK-Anlagen. Aufgrund der Trägheit des Prozesses eignet sie sich besonders zur Bereitstellung Ihrer Kältegrundlast.

Kompressionskälteanlagen sind wiederum für eine breitere Palette von Anwendungsfällen wie beispielsweise für die Gebäudeklimatisierung oder Industriekälte geeignet.

Welche Technik passt zu Ihrem Anwendungsfall? Das finden wir gerne gemeinsam mit Ihnen heraus!