Aus Pfalzwerke geofuture GmbH wird Natürlich Insheim GmbH

Das Geothermiekraftwerk in Insheim wechselt zum 01. Januar 2022 seinen Eigentümer. Die Pfalzwerke verkaufen ihr 100-prozentiges Tochterunternehmen Pfalzwerke geofuture GmbH an die Vulcan Gruppe. In diesem Zuge firmiert das Unternehmen ab 01. Januar 2022 unter dem neuen Namen Natürlich Insheim GmbH. Der Sitz der Gesellschaft wird Karlsruhe sein.  

Die Geothermie wird auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Chancen sehen die Pfalzwerke in der oberflächennahen Geothermie zur lokalen Wärmeversorgung und unterstützen das Thema Tiefe Geothermie über die Beteiligungsgesellschaft BESTEC weiterhin mit dem Know-how im Bereich Planung, Beratung und Betriebsführung. Als Investor und Anlagenbetreiber ziehen sich die Pfalzwerke allerdings aus dem Bereich der Tiefe Geothermie zurück.

 

Kontakt für Medienanfragen: 

PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT
Pressesprecher
Sven Claus
Telefon: 0621/585-3525
E-Mail: pressestelle@pfalzwerke.de
Kurfürstenstraße 29
67061 Ludwigshafen 

Störfallverordnung

Informationen gemäß §8a der Störfallverordnung erhalten Sie über einen Klick auf den folgenden Download-Button. 

Download Störfallverordnung

 

 

 

Messnetz

Seismizität - Eine hochgenaue Angelegenheit

Der Oberrheingraben ist in seinen Tiefen tektonisch aktiv. Im Erdinnern entstehen dabei natürliche Spannungen durch Verschiebung der Erdschichten. In Insheim haben wir daher neben der Untersuchung der Gesteins- und Erdschichten umfangreiche Voruntersuchungen und Probebohrungen vorgenommen. Ständige Überwachungen mit Hilfe von Messungen sorgen dafür, dass mögliche Veränderungen im Erdinnern und Spannungen in der Erdkruste unverzüglich angezeigt werden. Bei Bedarf kann die Fahrweise des Kraftwerks angepasst werden.

Seismisches Monitoring Insheim

Nr. / Stationsname / Messort

1 / BG15 / Gebäude-Messstation in Insheim
2 / BH38 / Gebäude-Messstation in Insheim
3 / AH11 / Gebäude-Messstation in Herxheim
4 / AWL / Gebäude-Messstation nahe Herxheim
5 / BH30 / Gebäude-Messstation in Rohrbach
6 / HS5 / Gebäude-Messstation in Rohrbach

Erläuterung der Ereignisliste und der Statusangaben:

Für die Beurteilung der Wirkung von Erschütterungsimmissionen auf Gebäude nach DIN 4150 „Erschütterungen im Bauwesen“, Teil 3 „Einwirkungen auf bauliche Anlagen“ wird der Maximalwert der in drei Raumrichtungen (X, Y, Z) am Fundament des Gebäudes gemessenen Schwinggeschwindigkeiten herangezogen. Daher werden in der Ereignisliste zu jeder Registrierung die Messwerte der beiden senkrecht zueinander stehenden horizontalen Schwingungsrichtungen X und Y, der vertikalen Schwingungsrichtung Z und der Maximalwert dieser drei Komponenten für jede Messstation zusammen mit Stationsnamen und Ereigniszeit aufgelistet.

Ab einer Schwinggeschwindigkeit von 0,05 mm/s – 0,10 mm/s (abhängig von den Umgebungsbedingungen am Messort) werden Messdaten an den Messstationen automatisch gespeichert und an den Datenserver übertragen. Der überwiegende Teil der Registrierungen wird durch alltägliche Aktivitäten am Messort selbst (z.B. Türenschlagen oder Schritte in der Nähe des Sensors) oder durch äußere Einflüsse wie z.B. Straßen- oder Schienenverkehr, Bauarbeiten etc. ausgelöst. Erst wenn eine Erschütterung an mindestens vier Messstationen gleichzeitig erfasst wurde, erscheint sie in der Ereignisliste und bekommt dort zunächst den Status Automatik,
d. h. noch nicht manuell überprüft.

Neue Registrierungen werden von Gutachtern nach vielen, verschiedenen Kriterien untersucht (Signalform, Frequenzinhalt, Laufzeitunterschiede P- und S-Welle, etc.) und einer der nachfolgenden Kategorien zugeordnet:

Ein durch das Geothermieprojekt induziertes seismisches Ereignis.

Natürliches Erdbeben, das auch von anderen seismischen Netzwerken (international) außerhalb des Messnetzes Insheim erfasst und geortet wurde.

Registrierung einer Erschütterung, die durch Gewitter oder den Überschallknall eines Flugzeuges hervorgerufen wurde.

Registrierung einer Sprengerschütterung.