Ludwigshafen, 25. November 2015

Pfalzwind verklagt juwi auf Rückabwicklung eines Windparks

Die pfalzwind GmbH, ein Joint Venture der Pfalzwerke Aktiengesellschaft und der Rio Energie GmbH, hat die juwi Energieprojekte GmbH vor dem Landgericht Mainz auf Rückabwicklung eines von juwi entwickelten und errichteten Windparks verklagt.

Bei dem im Streit stehenden Projekt handelt es sich um den Windpark im saarländischen Ottweiler. Der Park besteht aus drei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 6 Megawatt. Die bei der Projektentwicklung seitens juwi angesetzten Ertragsprognosen hatten sich schon kurz nach der Inbetriebnahme im Jahr 2010 als zu optimistisch erwiesen, sodass die Rendite des Windparks deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Daraufhin hatte juwi pfalzwind eine Rückabwicklungsoption für den Windpark eingeräumt, falls pfalzwind sich von diesem trennen wollte. Nach vergeblichen Restrukturierungsversuchen des Projektes machte pfalzwind letztlich von dieser Option Gebrauch. Da sich juwi nunmehr weigert, die Rückabwicklung wie vereinbart umzusetzen, ist die Erhebung der Klage erforderlich geworden. Der Gegenstandswert der Klage liegt bei rund 14 Millionen Euro.

Zum Hintergrund: Die Pfalzwerke und juwi hatten die pfalzwind 2003 als Joint Venture gegründet. Diese Zusammenarbeit wurde 2013 beendet, da sich aus Sicht der Pfalzwerke unterschiedliche Auffassungen, insbesondere zum Auftreten im kommunalen Umfeld, nicht mehr vereinbaren ließen. juwi verkaufte ihre Anteile 2014 an Rio Energie, eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Mainz AG.

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